Two lost souls

We’re just two lost souls
swimming in a fish bowl
Year after year
Running over the same old ground
What have we found?
The same old fears

Pink Floyd, Wish you were here

SIE?

Beginnt langsam zu verstehen, wie sie an diesen Punkt ihres Lebens gekommen ist. Wie sie mit sich selbst spricht. Was sie über sich selbst denkt. Dass sich in den letzten Jahren ihre negativen Gedanken innerlich so stark manifestiert haben, dass jedes liebe Wort, jedes Kompliment als Lüge, Schleimerei oder Scheinheiligkeit abgestempelt wird. Warum sollten Andere etwas Positives an ihrem Tun und Sein finden, wenn sie es selbst nicht sieht?

Einsamkeit. Ein Gefühl, das ihr in den letzten Tagen öfter begegnet. Es ist kein schönes Gefühl. Es macht beklommen. Traurig. Jetzt ist ihr der Unterschied klar. Allein sein kann gut tun. Zur Ruhe kommen. Sich zurückziehen. Sich besinnen. Und dennoch weiß man: wenn du jemand brauchst, ist er da. Wenn sie hier die Zimmertür hinter sich schließt, kommt die Einsamkeit. Manchmal früher, manchmal später. Dann spürt sie einen Stich in der Brust, und Unruhe kriecht durch ihren Körper. Dieses Gefühl macht sie nur noch unsicherer, hilfloser, verletzlicher.

ER?

Glaubt zu wissen, was ihm fehlt. Und was er tun muss, um es zu ändern. Er müsste nur noch beginnen. Beginnen, sich selbst zu mögen. Damit es ihm gut geht. Damit er mit der Vergangenheit abschließen und neu durchstarten kann. Nicht mehr zurückblicken auf das, was war, sondern nach vor blicken auf das, was noch kommt. So zu sein, wie er in Wahrheit ist. Keine Rolle mehr zu spielen und sich hinter ihr zu verstecken. Der Mensch soll die Rolle beherrschen, und nicht die Rolle den Menschen.

Einsamkeit. Sein regelmäßiger Begleiter, seit langer Zeit. Er ist daran gewöhnt. Und kann auch Kraft finden in dieser Einsamkeit. Doch die Wehmut nach einer liebevollen und Geborgenheit spendenden Beziehung, an die wird er sich nie gewöhnen. Auch ihm versetzt es dann einen Stich in der Brust, weil niemand da ist, wenn er jemanden braucht.

DIE BEIDEN?

Ihre Wege haben sich hier gekreuzt. Die Sympathien der Gruppe finden sich auch in ihren Vier-Augen-Gesprächen wieder. Der andere versteht, weil es die selben oder sehr ähnliche Emotionen und Verhaltensweisen sind, die beide erlebt haben. Aber auch das Lachen miteinander tut gut.

Es ist ein sicherer Ort, an dem sie sich befinden. Hier können beide auf die Suche nach ihrem wahren Selbst gehen. Die perfekte Spielwiese, um Muster zu durchbrechen und Hemmungen zu überwinden.

Hier kann SIE lernen, dass positives Feedback genau als solches angenommen und vor allem geglaubt werden kann.

Hier kann ER lernen, einen Abschluss zu finden, sich selbst zu verzeihen und neu durchzustarten.

Hier kann BEIDER Selbstwert keimen und gedeihen, um ihnen mit seinen zarten Wurzeln später im Alltag den nötigen Halt zu geben. Hier können sie allein sein, wenn sie es brauchen – aber sie müssen nicht einsam sein.

DIE ZUKUNFT?

Ist noch nicht geschrieben. Aber ihr Inhalt ist klar.

Es braucht Mut, sich zu überwinden und loszulegen.

Es braucht Hoffnung, um dran zu bleiben und daran zu glauben, dass wieder schöne Zeiten kommen werden.

Es braucht Stärke, um durchzuhalten und nicht aufzugeben.

Es braucht Liebe – allem voran sich selbst zu lieben. Das Leben zu lieben.
Andere zu lieben und geliebt zu werden. Romantisch, platonisch, bedingungslos.

Das alles wird ihnen Halt geben. Wird sie stark machen.
Und stark werden beide sein.
Jeden Tag auf’s Neue…

Verfasst im Juni 2020

2 Antworten auf “Two lost souls”

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